Stammzelltransplantation

Was ist eine Stammzelltransplantation?

 

Unter einer Blutstammzelltransplantation versteht man die Übertragung von Blutstammzellen, die für die Blutbildung des Menschen erforderlich sind. Diese Stammzellen werden benötigt, um das vorher durch Chemotherapie und/oder Strahlentherapie zerstörte Knochenmark eines Patienten zu ersetzen.

Blutstammzellen sind die frühesten Zellen der Blutbildung. Sie kommen natürlicherweise im Knochenmark vor und sind für die Bildung der roten (Erythrozyten) und weißen (Leukozyten) Blutkörperchen, sowie der Blutplättchen (Thrombozyten) verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass bei einem Verlust von roten Blutkörperchen z.B. bei einer Blutung diese wieder nachgebildet werden, oder bei einer Infektion die weißen Blutkörperchen zur Bekämpfung diser Infektion ansteigen.

Für eine Transplantation können die Blutstammzellen entweder vom Patienten selber (= autolog, bedeutet "selbst, eigen") oder von einem anderen Menschen (= allogen, bedeutet "fremd") stammen.

Dabei werden sie entweder aus dem Knochenmark (nicht dem Rückenmark!) oder aus dem Venenblut entnommen. Für eine Knochenmarktransplantation werden diese Zellen in Vollnarkose am hinteren Beckenkamm entnommen.

Bei der sogenannten peripheren Blutstammzelltransplantation werden die Blutstammzellen durch vorherige Gabe des Wachstumshormons G-CSF ""Granulozyten-stimulierender Faktor") in das Venenblut ausgeschwemmt. Dort können sie in einem Verfahren ähnlich der Blutspende (Stammzellseparation, Leukapherese) gesammelt werden. Welches Verfahren angewendet wird hängt unter anderem von der Art der Erkrankung des Patienten ab.