Stammzelltransplantation III
Wie wird ein Spender gefunden?
Bei der allogenen Blutstammzelltransplantation unterscheidet man zwischen verwandten und unverwandten Spendern.
Ob für einen Patienten ein Blutstammzellspender zur Verfügung steht, kann durch einen einfachen Bluttest überprüft werden. Hierbei wird zunächst im engeren Familienkreis (Geschwister, Kinder) nach einem Spender gesucht. Die Wahrscheinlichkeit hierbei einen übereinstimmenden Spender zu finden beträgt in Deutschland ca. 20%. Kann kein Familienspender gefunden werden, wird eine Nicht-Verwandtenspendersuche (Fremdspendersuche) eingeleitet.
Wir führen die Suche über das Zentrale Knochenmarkregister in Deutschland (ZKRD) in Ulm durch, das über ein weltweites Datennetz auf alle weltweit registrierten Knochenmarkspender zurückgreifen kann. Weltweit sind zwischenzeitlich mehr als 6 Mio freiwillige Blutstammzellspender registriert.
Die größte deutsche Spender-Datei ist die Deutsche Knochenmarkspender Datei (DKMS) in Tübingen, bei der über 700.000 freiwillige Spender registriert sind und mit der wir eng zusammenarbeiten.
Die Wahrscheinlichkeit einen Nichtverwandten-Spender für einen Patienten zu finden beträgt ca. 70%, d.h. für 7 von 10 Patienten kann ein Spender gefunden werden.
