Klinische Studien bei Krebserkrankungen IV
Was heisst "randomisiert"? Wichtige Begriffe bei klinischen Studien
Randomisation, randomisiert
Werden in einer Studie zwei verschiedene Medikamente oder Behandlungsmethoden miteinander verglichen, so muss entschieden werden, welcher Patient welche Behandlung bekommt. Um dies nicht den Vorlieben des Patienten oder Arztes zu überlassen erfolgt dies von der Studienzentrale. Erst wenn die Patienten ausgewogen nach Alter, Geschlecht, Konstitution und Krankheitsbild die zu vergleichenden Behandlungen erhalten, ist am Ende ein fairer Vergleich der verschiedenen Behandlungen möglich.
Verblindung
Bei manchen Studien weiß der Patient nicht, welches Medikament er erhält. Aber keine Sorge, dies wird mit Ihnen vor Beginn der Studie besprochen. Auf diese Weise soll eine subjektive Beeinflussung der Studienergebnisse verhindert werden.
Doppelte Verblindung
Hier weiß weder Patient noch Arzt welches von zwei Medikamenten gegeben wird. Das Medikament ist lediglich mit einem Code versehen, der notfalls auch geöffnet werden kann. Auf diese Weise sollen subjektive Einflüsse sowohl des Arztes als auch des Patienten vermieden werden
Placebokontrolle
Placebo bedeutet "Scheinmedikament". In solchen Studien wird ein Medikament gegen keine Behandlung getestet. Um dennoch eine Verblindung (link) zu erreichen, erhält der Patient entweder die neue Substanz oder ein Scheinmedikament. Dies ist natürlich nur vertretbar, wenn eine Nicht-Behandlung der Erkrankung bisher der Standard ist und dem Patienten hierdurch kein Schaden entsteht. Außerdem muss der Patient bereits bei Aufklärung über die Studie über die Placebobehandlung aufgeklärt werden. Wichtig sind Placebokontrollen vor allen Dingen bei Testung der Lebensqualität. Hier könnte allein die Tatsache, dass irgendetwas getan wird, zu einer kurzfristigen Besserung führen, ohne dass das neue Medikament wirksam sein muss. Dies kann durch Placebokontrollen verhindert werden.
